Archiv für June, 2009

Endlich Fondsbranche streicht ihr Angebot an Fonds zusammen

June 30, 2009 by · 1 Comment
Filed under: Fonds 

Die Finanzkrise und die Konsolidierung bei den Banken hinterlassen nun deutliche Spuren im Angebot der Fonds. Von den insgesamt über 6000 Fonds sollen nun an die 15% verschmolzen werden, sprich 900 Fonds werden gestrichen und mit anderen zusammengelegt. Allein der größte Fondanbieter DWS kündigte an bis 2010 rund 100 seiner Fonds zu schliessen und mit anderen zusammen zu legen. Grund dafür sind die durch die Finanzkrise verursachten Mittelabflüsse, die dazu geführt haben, dass nun viele Fonds unrentabel geworden sind. Ein Fond mit weniger als 20 Millionen Euro Einlagen gilt as nicht rentabel.

Showdown bei Porsche

June 29, 2009 by · 1 Comment
Filed under: Aktie 

Das Gezerre zwischen Porsche und VW erinnert immer mehr an einen schlechten Western als an eine vernunftgetriebene Lösungssuche um den Übernahmeversuch durch Porsche. Die Übernahme entwickelt sich immer mehr zu einem erbarmungslosen Machtkampf zwischen den Blöcken Porsche auf der einen Seite und Piech auf der anderen, bei dem keine Rücksicht auf Verluste genommen wird. Derweil ging der letzte Hexensabbat noch recht glimpflich an Porsche vorbei und die Befürchtungen um die Verlängerung der Optionen durch Porsche lösten sich in Luft auf, da der Kurs der VW Aktie schon eine ganze Weile immer mal wieder mit einzelnen hohen Tagesgewinnen in einer Range zwischen 210 und 255 Euro gehalten wird.

Interviews – Warren Buffett und Nouriel Roubini

June 25, 2009 by · 2 Comments
Filed under: Interview 

Heute morgen habe ich gleich zwei interessante Interviews gefunden die sich beide mit der zukünftigen Entwicklung der Wirtschaft beschäftigen. Zum einen spricht die Investorenlegende Warren Buffett in einem CNBC Interview im Rahmen eines versteigerten Interviews im Steackhaus Steakhaus Smith & Wollensky. Dieses Essen wurde noch im letzten Jahr für wohltätige Zwecke für sagenhafte 2,1 Millionen Euro versteigert. Aktuell läuft die nächste Versteigerung doch ob diesmal genausoviel dabei geboten wird darf bezeifelt werden.
Zum Zweiten spricht der amerikanische Ökonomieprofessor Nouriel Roubini über seine Erwartungen der Wirtschaft und die Rezession. Er sieht die Gefahr eines “double dip” sehr real vor uns.

Die Staaten in der Schuldenfalle

June 23, 2009 by · 1 Comment
Filed under: Finanzkrise 

Ein geflügelter Spruch aus der Medizin lautet “Operation gelungen – Patient Tot” die Finanzkrise könnte dies bald umschreiben in “Operation gelungen – Arzt tot”. Während sich die Staaten weltweit darum bemüht haben die Folgen in der Finanzkrise zu bekämpfen, die Banken zu retten und die Konjunktur wieder anspringen zu lassen, ist ihre ohnehin schon starke Verschuldung massiv angestiegen. Galt davor eine jährliche Verschuldung von 3% des BIP als Schmerzgrenze so sind dieses Jahr zweistellige Prozentraten keine Seltenheit. England zum Beispiel dürfte in diesem Jahr eine Verschuldungsquote von 12 % des BIP erreichen, die USA gar 12,3 Prozent. Bei fallenden Steuereinnahmen und kaum Aussicht auf baldiges Wachstum dürfte sich dieser Trend halten und den Staaten ernorme Schuldenberge aufhalsen.

Da haben sich die Italiener zu früh gefreut, doch nur gefälscht die Staatsanleihen

June 22, 2009 by · Leave a Comment
Filed under: Wirtschaftskriminalität 

Die Meldungen sind mir am Freitag irgendwie durch die Lappen gegangen, doch habe ich nun die Auflösung der öminösen 134,5 Milliarden Dollar US-Staatsanleihen bei egghat gefunden. Wie schon vermutet haben sich die 134,5 Milliarden Dollar in Staatsanleihen, die von zwei Japanern versucht haben in Kofferböden in die Schweiz zu schmuggeln, allesamt als Fälschungen herausgestellt. Damit geht der italienische Staat völlig leer aus und darf sich nicht auf einen gigantischen Geldsegen freuen. Wären sie echt gewehen, hätte er bis zu 40% der aufgedeckten Staatsanleihen einstreichen dürfen und der Staatshaushalt wäre so gut wie saniert gewehsen. Das ganze war auch einfach zu absurd, wären die beiden Japaner durch diese Summe an Staatsanleihen der viertgrößte Gläubiger der USA gewehen, direkt hinter Russland.

Marc Faber über eine mögliche Hyperinflation in den USA

June 20, 2009 by · 4 Comments
Filed under: Interview 

Neulich schon hatte Marc Faber vor einer Hyperinflation in den USA gewarnt. In diesem aktuellen Interview mit CNBC konkretisiert Mr. Doom, was er denn unter der Inflation versteht die er in den USA kommen sieht. So dürfte sich das Ganze seiner Meinung nach in einem Zeitraum von 5 bis 10 Jahren entwickelt und sollte zu Inflationsraten von 10 bis 20 % pro Jahr in den USA führen. Auch ist Marc Faber der Menung, dass die durch die amerikanische Regierng veröffentlichten Inflationszahlen zu niedrig sind, da wichtige Faktoren wie Versicherungen oder Gesundheitskosten zu niedrig bewertet werden aber auch die variablen Faktoren wie Nahrngsmittel und Energie muss deutlicher berücksichtigt werden.

Die Spannung um Porsche steigt

June 17, 2009 by · 2 Comments
Filed under: Aktie 

Porsche steht vor äußerst interessanten Tagen und Wochen. Besonders interessant dürfte es schon diesen Freitag, einem sogenannten Hexensabbat werden. An solch einem Tag verfallen an der Eurex die Future- und Optionskontrakte. Porsche hatte sich bekanntermaßen über Optionsgeschäfte in den Wolfsburger Autobauer VW eingekauft und an der Börse schon für wilde Tubulenzen gesorgt, die Zeitweise den Börsenkurs der Aktien von VW auf 1000 Euro gebracht haben. Aktuell soll Porsche noch über Optionen für ungefähr 20% der Stimmrechte an Volkswagen verfügen, während man selbst schon 51% der Stimmrechte an VW in Aktien hält. doch vom eigentlichen Plan bis zu 75% der Stimmrechte zu erhalten musste man aufgrund von Liquiditätsproblemen schon lange begraben. Nur bei 75% könnte man einen Beherschungs- und Gewinnabführungsvertrag bei VW durchsetzen, durch den man seinen hohen Schuldenstand finanzieren könnte.

Roubini sieht die wirtschaftlich Erholung weiter kritisch

June 16, 2009 by · Leave a Comment
Filed under: Interview 

Im Interview mit dem Handelsblatt glaubt der amerikanische Ökonom Nouriel Roubini nicht an eine rasche Erholung der Konjunktur. Seiner Meinung nach wird die Nachfrage nicht vor Ende des Jahres anziehen und die Erholung wird nur recht schwach ausfallen. Immerhin besser als der freie Fall. Roubini ist der Ansicht , dass die staatlichen Finanzhilfen schon anfangen zu wirken, doch dieht er die Wirtschaft erst vor einer Bodenbildung und nicht mitten drin. Nach Roubinis Meinung dürfte die Weltwirtschaft sich eher einem U ähneln mit einem langen tiefen Bauch. Er befürchtet aber, dass vorallem der drang der Investoren in Rohstoffe die Energiepreise und insbesondere den Ölpreis weiter stark verteuern könnte. Man hat hier shcnell vegressen, dass der hohe Ölpreis ein nicht zu unterschätzender Faktor im Konjunktureinbruch gewehsen ist und ein Ölpreis über 100 Dollar je Barrell könnte ein starker Schock für die Wirtschaft sein und eher zu einer W Formation führen mit einem sehr schmerzhaften Doppeldipp.

Nachlese des Arte Themenabends – Die große Gier

June 13, 2009 by · Leave a Comment
Filed under: Medien 

Wie angekündigt werde ich mich in diesem Artikel einer Nachlese des Arte Themenabends “Die Große Gier” widmen.

In der ersten Dokumentation Verbranntes Geld wurde eindringlich nochmal das ganze Ausmaß und Ursache der Finanzkrise ausgelöst durch die unsäglichen Subprime Immobilienspekulationen in den USA. Beispielhaft wird hier über die Stadt Cleveland berichtet, die durch diese KRise mit am stärksten betroffen wurde. Viele Häuser sind nun verwüstet und verlassen, aber immernoch mit hohen Hypotheken belastet. Besonders eindrücklich wird das ganze als der Bürgermeister der Stadt eine Karte der Stadt übersät mit roten Häusern präsentiert.

Der wohl größte Schmuggelversuch – Japaner mit US Staatsanleihen geschnappt

June 12, 2009 by · 1 Comment
Filed under: Fun 

Man hat sich in der Finanzkrise schon an aberwitzig hohe Summen gewöhnt, doch dass zwei Japaner 134,5 Milliarden Dollar in US Staatsanleihen in einem Unterboden eines Koffers mit sich rumtragen kommt auch nicht oft vor. Sie waren auf dem Weg von Italien in die Schweiz und wurden promt von den Zollfandern geschnappt wie Bloomberg berichtet. Noch ist unklar ob die Staatsanleihen die in Stückelungen zu je 500 Millionen Dollar transportiert wurden echt sind. Wären sie es hätte sich der italienische Staat mit einem Schlag saniert, denn er dürfte laut den Gesetzen bei undeklariertem Transport von Wertgegenständen über 10.000 Euro 40% der gefundenen Werte behalten. Das wären in diesem Fall satte 38 Milliarden Euro, die in die Staatskasse wandern würde und die zwei Japaner die wohl dämlichsten Schmuggler aller Zeiten.

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