Archiv für November, 2009
Krisenherd Landesbank – Bund verhandelt über WestLB Einstieg
In diesem Blog habe ich schon desöfteren mich kritisch über die ganzen Skandale und Verluste der deutschen Landesbanken geäußerst. Ich würde ja gerne damit aufhören, doch während andere Banken sich wieder dumm und dämlich verdienen kommen die Landesbanken einfach nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Egal welche Landesbank man hernimmt in jeder scheint die Krise zum Dauerzustand geworden zu sein. Heute ist es wieder mal die WestLB. Am 30. November laufen die Ausfallgarantien der Eigentümer aus, die bisher das kriselnde Insitut über Wasser gehalten haben aus. Da die Bank aber immer noch in Schieflage sich bedindet verhandelt nun der Bund über einen direkten Einstieg über die Soffin in die WestLB in Höhe von 2 bis 3 Milliarden Euro.
Goldman Sachs – Die Hand Gottes
Goldman Sachs wird manchmal als die beste Gelddruckmaschine der Welt bezeichnet oder aber als Unternehmen, dass mächtiger seih als Staaten. Die Investment Bank ist als eine der besten durch die Finanzkrise gekommen. Goldman Sachs verdient mitlerweile wieder Unsummen an Geld, hauptsächlich deshalb weil die US Notenbank FED das Geld ihnen praktisch für Null Prozent Zinsen leiht. Das alles scheint dem Chef von Goldman Sachs nun mächtig zu Kopf gestiegen zu sein. Die Banker sind zwar noch nie durch Bescheidenheit und Demut aufgefallen, doch nun beschreibt ihr Chef Lloyd Blankfein der CEO von Goldman Sachs die Arbeit der Banken als “Gottes Werk”.
Jim Rogers auf Bloomberg am 4.November
In diesem äußerst interessanten Interview mit Bloomberg spricht Jim Rogers vorallem über die Entwicklungen in der Geldpolitik und Devisen. So geht Jim Rogers auf die Aussagen von Nouriel Roubini ein, die ich in meinem letzten Artikel zur Notenbankpolitik schon erwähnt hatte. Dabei kritisiert Jim in erster Linie, schon jetzt von existierenden Blasen am Kapitalmarkt zu sprechen. Seiner Meinung nach existieren aktuell noch keine Blasen an den Finanzmärkten, da alle Werte noch weit von ihren Allzeithochs entfernt sind. Zwar hält Jim Rogers eine Korrektur nach der Rally für wahrscheinlich, doch wird diese nicht so stark ausfallen, wie im Anschluss von Finanzblasen.
Geld bleibt billig – FED und EZB setzen ihre Niedrigzinspolitk fort
Die Endscheidungen der beiden Notenbanken FED und der EZB waren so erwartet worden. Doch wird durch diese verfehlte Politik die nächste große Blase aufgepumpt. Man versucht quasi das brennende Feuer durch noch mehr Benzin zu löschen. Zwar hat das kurzzeitig für eine Erholung gesorgt und die Kurse an den Börsen seit März stark ansteigen lassen, doch auf lange Sicht wird die Wirtschaft wie ein Süchtiger immer weiter abhängig vom billigen Geld. Und diejenigen die Sparen wollen bzw. sogar müssen sind weiter dazu gezwungen aufgrund der niedrigen Zinsen in riskantere Anlagen zu investieren.
Opel bleibt bei GM – deutsche Regierung steht blamiert da
Eigentlich habe ich mich stehts gesträubt einen Artikel zu diesem doch recht diletantischen und naiven Schauspiel der Rettung von Opel zu schreiben. Doch nachdem das ganze Theater ein würdiges Ende gefunden hat, werde ich mich dann nun doch dazu äußern. Der GM Verwaltungsrat hat dem nun seit Monaten andauernden Schauspiel “Rettet Opel”, dass mehr dem deutschen Wahlkampf als wirtschaftlicher Logik geschuldet war, ein Ende gesetzt mit der für deutschen Politikern so überraschenden Entscheidung Opel nun doch zu behalten. GM hat damit zweierlei Dinge erreicht, erstens war Opel in der schwierigen Zeit der Insolvenz durch einen Brückenkredit der deutschen Regierung abgesichert zum anderen konnte GM in aller Ruhe zuschauen was andere mit den eigenen Mitarbeitern aushandeln. So wird sich GM sicher an den schon von Magna mit der Opel Belegschaft ausgehandelten Lohnverzicht anlehnen.
Besucherzahlen Oktober 2009
Im Oktober haben die Börsen, vorallem an den letzten Handelstagen, einen ordentlichen Dämpfer abbekomen. Die Berichtssaison verläuft durchwachsen und die Stimmung trübt sich ein. Insbesondere die weiteren Belastungen für die Banken und die hohe Arbeitslosigkeit in den USA belasten. So hat auch grade der DAX eine Korrekturbewegung der doch sehr starken Rally eingeleitet. Es wird sich erst noch zeigen müssen, ob dies nur eine kurze Konsolidierungsphase wird, oder aber doch noch zu starken Kursverlusten führt. Auch die Besucherzahlen des Bogs waren im Oktober durchwachsen, was zum einen an den aus Zeitmangel weniger gewordenen Beiträgen herrührt.
