Archiv für February, 2010
Wie Goldman Sachs so viel Geld verdient
Der Chef von Goldman Sachs Lloyd Blankfein behauptet die sogenannte Investmentbank verrichte “Gottes Werk“. Ob sie dies tatsächlich tut kann bezweifelt werden, die Gewinne von Goldman Sachs sind auf jeden Fall als göttlich zu bezeichnen. Milliardengewinne und hohe Milliardenbeträge an die Mitarbeiter als Bonus. Doch wie verdient eigentlich die Investmentbank Goldman Sachs diese herrausragenden Gewinne, während die meisten anderen Banken immer noch Probleme durch die Finanzkrise haben. Auf Zero Hedge habe ich nun zwei sehr gute Videos gefunden, die versuchen die Gewinne von Goldman Sachs näher zu erklären.
Ende der Goldhausse?
Im Zuge der deutlichen Euroschwäche, ausgelöst durch die Probleme und Spekulationen um eine Staatspleite von Griechenland, hat sich auch beim Gold das Bild in den letzten Wochen merklich gewandelt. Die dadurch ausgelöste Stärkung des Dollars, hat wohl viele Spekulanten dazu veranlasst sich aus Gold zu verabschieden und die doch kräftigen Gewinne der seit 2002 anhaltenden Rally im Gold mitzunehmen. Da stellt sich die Frage, ob dies nur eine kurze Schwächeperiode sein kann, oder aber ob die Goldhausse schon zu Ende ist?
Artikelserie-Börse der Weg zur Aktie 2-Die Handelszeiten der Börsen
Dies ist ein weiter Teil zur Artikelserie – Börse der Weg zur Aktie.
Mittlerweile kann man an den Börsen weltweit Rund um die Uhr handeln, man findet immer eine Börse die grade offen ist. Noch vor gar nicht all zu langer Vergangenheit war dies nicht so. So konnte im Jahr 1990 an der Frankfurter Wertpapierbörse nur von 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr gehandelt werden. Aber dennoch sollte man die Handeslzeiten der Börsen auch heute noch kennen, denn diese haben auch noch weiterhin deutlichen Einfluss auf das Marktgeschehen und besonders die wichtigen Hauptbörsen bestimmen mit ihren Zeiten immernoch den weltweiten Handel. Von einem über den Tag gleichverteilten Handel, kann noch lange nicht die Rede sein, auch wenn die Auswirkungen für den privaten Kleinanleger minimal sind.
Carry Trades ein Fall für Regulierungsbehörden?
Über Jahrzehnte bildeten die sogenannten Carry Trades ein Großteil des Volumens auf dem Devisenmarkt. Es wird geschätzt das zwischen 15 und 20 Prozent des Handelsvolumen auf dem weltweiten Forexmarkt auf Carry Trades zurückgeht. Bei einem Carry Trade wird Geld als Kredit in einem Land mit niedrigem Zinsniveau in lokaler Währung aufgenommen, gleichzeitig legt man diese Summe bei einem Hochzins Land wieder auf dem Anleihemarkt an. Die ausgenutzte Zinsdifferenz ist dabei der Gewinn des Carry Trades, vorrausgesetzt natürlich die Währungen verhalten sich stabil zueinander, bzw. wie meist anzunehmen fällt die Währung mit den niedrigen Zinsen, während die Währung mit hohen Zinsen steigt. So werden meist der Japanische Yen oder der Schweizer Franken verkauft während man das Geld anschliessend in aufstrebende Entwicklungsländer anlegt. Doch dies bringt, vorallem angesichts der hohen Marktvolatilität steigende Risiken für alle Beteiligten.
Konzentrierte Aktion meherer Hedgefonds und Investmentbanken gegen Griechenland, Spanien und Portugal?
Die griechischen Probleme sind schwerwiegend und waren auch schon lange absehbar. Doch man fragt sich langsam ob diese rasanten Steigerungen noch so ganz mit der Realität und der tatsächlichen Gefahr für Griechenland übereinstimmen. Als ich meinen ersten Artikel über die griechischen Probleme am Anleihemarkt im November letzten Jahres schrieb, da betrugen die CDS Raten noch 200 Punkte. Doch mitlerweile innerhalb von nur drei Monaten haben sich die CDS auf sogar 5 jährige griechische Staatsanleihen auf über 400 Punkte hochgeschraubt. Das ist entweder Zeichen einer blanken Panik, die tatsächlich vorherscht oder aber ein gezielter Angriff auf den CDS Kurs. Damit hatte sich der CDS Preis innerhalb eines Jahres von dem Tief bei 100 Punkten vervierfacht, ein Bombengeschäft für all diejenigen die zu diesen Preisen sich mit CDS eingedeckt haben.
The Daily Show – Toyotathon of Death
Wer den Schaden hat, der muss für für den Spott nicht sorgen. So macht sich Jon Stewart über Toyota lustig, die Autos bauen, die nicht mehr zu stoppen sind. So musste Toyota Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale zurückrufen, die amerikanische Konkurenz freuts. Sogar der Firmenchef von Toyota scheint sich nicht mehr in einem Toyota sicher zu fühlen, er wurde schon in einem Audi gesichtet. Das lag wohl daran, dass er unterwegs noch einen Stopp einlegen wollte.
Im Anschluss daran habe ich noch ein interessantes Interview von Jon Stewart mit Austan Goolsbee, dem Chefökonomen des President’s Economy Revovery Board, gefunden. Diesmal verteidigt er den riesigen Staatshaushalt der USA inklusive des enormen Rekorddefizits und spricht über die Pläne von Obama die Banken zu regulieren. Schon einmal hatte die Daily Show ein ausführliches Interview mit Austan Goolsbee zur Abwendung der Depression.
Artikelserie-Börse der Weg zur Aktie 1-Was ist die Börse?
Dies ist nun der erste Teil der Artikelserie Börse der Weg zur Aktie.
Als aller erstes bevor man auf die Idee kommt überhaupt eine Aktie zu kaufen, stellt sich die Frage was denn eine Börse eigentlich überhaupt ist. Die Börsen sind quasi die Nervenzentren des Kapitalismus. In ihren Handelsräumen bzw. Handeslcomputern trifft Angebot und Nachfrage aufeinander und als Resultat steigen oder fallen die jeweiligen Preise. Die Börsen verarbeiten im Grunde die so unterschiedlichen Informationen, Gerüchte, Analysen, Prognosen, Ängste und Hoffnungen der Wirtschaft und legen daraus einen Kurswert fest. Dabei ist eine Börse weniger ein genaues Abbild der wirtschatlichen Entwicklung, sondern vielmehr sind die Kurse der Wertpapiere auf die handelnden Akteure zurückzuführen. Es kommt nur auf diejenigen an, die tatsächlich einen Kauf oder einen Verkauf tätigen, aus welchen Motiven diese so handeln spielt für den Kurs erst einmal keine Rolle.
Griechenland wird an die Leine gelegt
Die Angst geht um in Europa, dass das erste Euroland auf den Staatsbankrott zuschlittert. Um das zu verhindert man man Griechenland quasi seine finanzpolitische Souveränität genommen und unter Aufsicht der Eu gestellt. So muss nun Griechenland zunächst monatlicher und spätrer vierteljährlich in Brüssel detailiert Rechenschaft ablegen und seine Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung berichten. Ein bisher einmaliger Fall, ob sich damit aber der griechische Staat zu einem strikten Sparkurs zwingen lässt ist eine andere Frage, das wär nicht das erste mal das man offizielle Statistiken die von Griechenland nach Brüssel gemeldet wurden unsauber gewehsen wären.
Wieviel Euro ist ein Rechtsstaat wert?
Wieviel Euro an Einnahmen muss man wohl einem Staat bieten, damit er auf rechtsstaatliche Grundsätze pfeift? Für Deutschland dürfte der Fall bald klar sein. Für 100 Millionen Euro lässt man mal die rechtsstaatlichen Grundsätze Grundsätze sein und widmet sich lieber billigem Pragmatismus. Für erhoffte 100 Millionen Euro ist der deutsche Staat sich nicht zu schade sich als Hehler zu verdingen und möchte nun doch 2,5 Millionen Euro für illegal beschaffte Bankdaten ausgeben. Die SPD konnte natürlich sofort die blinkenden Eurozeichen nicht mehr aus ihren Augen bekommen und hat dies lautstark gefordert unter Peer Steinbrück hätte man sich die Frage nichtmal gestellt und sofort in den Deal eingewilligt. Das die CDU aber immer noch ein Kind der “Der Staat bin ich” Mentalität der Großen Koalition versprüht beweist auch der neue Finanzminster Schäuble.
Wall Street 2 : Geld schläft nie
Passender hätte es kaum sein können. 23 Jahre nach dem legendären Oliver Stone Film Wall Street wird Gordon Gecko aus dem Knast entlassen. Grade richtig zur Finanzkrise. Ich habe schon mehrfach den ersten Teil Wall Street gesehen. Gordon Gecko verströmt einfach eine gewisse Faszination, vielleicht liegt es auch einfach an meiner Schwäche für skurpellose Filmhelden und der Börse. Kann es jedenfalls kaum erwarten den Film zu sehen, er soll am 22ten April in den deutschen Kinos anlaufen. Hier habe ich schonmal den Trailer dazu.
