Archiv Kategorie Finanzkrise

Griechenlandkrise – Griechenland überlegt Euroaustritt

May 6, 2011 by · 5 Comments
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Nach mehr als einem Jahr nachdem Griechenland durch die Rettungspakete der EU gerettet schien steht nun der Schulden-GAU für Griechenland unmittelbar bevor. Nach einem Artikel von Spiegel Online scheinen die Griechen nun sogar einen Austritt aus der Euro-Zone in Erwägung zu ziehen und wieder zu einer eigenen griechischen Währung zurückzukehren. Diese würde sofort massiv Abwerten und käme eine Insolvenz des griechischen Staates gleich. Selbstmord aus Angst vor dem Tod sozusagen. Auch wenn es wohl erst mal nur Drohungen gegenüber der EU sein könnten, Griechenland steht wiedereinmal mit dem Rücken vor der Wand. Die milliardenschweren Rettungspakete haben Griechenland eben nicht gerettet, sondern die wohl kommende Pleite nur noch teurer gemacht.

Mögliche Lösung des Zwangsvollstreckungsskandals in den USA

February 25, 2011 by · 1 Comment
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Nachdem im letzten Oktober der Skandal um die unrechtmäßigen Zwangsversteigerungen in den USA das beherrschende Wirtschaftsthema war, ist es in den letzten Monaten recht ruhig gewesen. Durch die hastige Strukturierung der damals so sehr beliebten mortgage backed securities kurz MBS sind einige, für eine Zwangsversteigerung rechtlich notwendige, Dokumente nur unvollständig, oder erst hinterher nachträglich ausgefüllt worden. Doch im Zuge der Finanzkrise mussten Zwangsversteigerungen wie am Fließband ausgestellt werden und viele davon waren rechtlich nicht gültig. Als der Zwangsversteigerungsskandal (foreclosure gate) aufkochte, mussten viele Großbanken ihre Zwangsversteigerungen zeitweise aussetzen. Nun schlägt die Obama Administration einen Plan vor um dieses rechtliche Chaos zu beheben. Es soll eine landesweite Einigung angestrebt werden, bei der die Banken über 20 Milliarden Dollar als Strafe, oder als Beihilfe zur Schuldenreduzierung notleidender Hausbesitzer bezahlen sollen.

Rettung der Hypo Real Estate – Expertenkommision stellt vernichtendes Urteil aus

February 9, 2011 by · 3 Comments
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Zig Milliarden hat der deutsche Staat und damit der Steuerzahler in die Pleitebank Hypo Real Estate seit 2008 um dieses Institut am Leben zu erhalten. Doch was ist dabei raus gekommen? Laut einer Expertenkommission die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde ist das einzige was der Staat mit der Hypo Real Estate, kurz HRE, anfangen kann eine Abwicklung. Eine Privatisierung also ein Verkauf der Bank würde keine höheren Erlöse einbringen, als würde der Staat die HRE einfach kurz und schmerzlos abwickeln. Die Märkte auf denen die HRE aktiv seih, sind durch Überkapazitäten und hohen Wettbewerbsdruck geprägt. Was für eine grandios erfolgreiche Sanierung! Ähnlich niederschmetternd fällt das Urteil für die kriselnde WestLB aus. Bei der WestLB kann die Kommision keine unentbehrlichen Volkswirtschaftlichen Leistungen erkennen und empfiehlt auch hier die Abwicklung. Ein Verkauf des Gesamtpaketes wäre wenig aussichtsreich.

Veröffentlichung des kompletten FCIC Reports

January 27, 2011 by · Leave a Comment
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Am 13. Januar 2010 hat die FCIC, die Financial Crisis Inquiry Commission in den USA, die erste Anhörung veranstaltet. Ziel dieser zehnköpfigen Kommission unter dem Vorsitzenden Phil Angelides war es das Desaster der Finanzkrise von 2007-2010 aufzuklären. Nun hat die FCIC ihren 500-seitigen Abschlussbericht veröffentlicht. Man kann die Kommission mit der sogenannten Pecora Commission vergleichen, die in den 30iger Jahren die den so berühmten Wallstreet Crash 1929 und die Große Depression aufklären sollte. Noch ist es für mich zu früh einen intensiven Bericht über den ICIC Report zu schreiben, die 500 Seiten müssen erst mal gelesen werden um zu einer tieferen Schlussfolgerung zu kommen, aber jeder kann sich hier schon mal den kompletten FCIC Bericht ansehen. Die FCIC wirft darin nahezu allen in der Finanzwirtschaft involvierten Institutionen ein massives Versagen vor und einen systemisches Versagen der Finanzwirtschaft an Zuverlässigkeit und Ethik.

Staatsbankrott über die Hintertür – Griechenland denkt über Schuldenstundung nach

January 18, 2011 by · Leave a Comment
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Schon lange argumentiere ich in meinen Artikeln das Griechenland im Grunde nicht ohne einen haircut aus der Schuldenfalle herauskommen kann. Die Kosten für die bisherigen Kredite sind zu hoch, die ändern sich auch nicht durch die europäischen Rettungsgelder. Zumal Griechenland jetzt bei einer absoluten Niedrigzinspolitik der Notenbanken schon am Rand der Pleite steht. Wie soll es erst mal aussehen wenn die Leitzinsen steigen. Aber wird immerhin über eine Schuldenstundung nachgedacht. Dies wäre strenggenommen schon ein Staatsbankrott, zumindest nach den Maßstäben der Kreditausfallversichungen kurz CDS, wie Egghat meint. Darüber dachte der stellvertretende Ministerpräsident Theodoros Pangalos öffentlich am Montag in einer Fernsehsendung nach. Betroffen sollen nicht nur die Milliarden an Hilfskredite von EU und IWF sein, sondern auch die Anleihen die in privater Hand liegen. So würden die Schulden später zurückgezahlt werden, aber weiterhin in voller Höhe.

Bankensteuer für permanenten europäischen Rettungsfond

January 12, 2011 by · Leave a Comment
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Gerade eben erst ging die letzte portugiesische Anleiheemission besser als erwartet über die Bühne, doch das europäische Schuldenproblem ist zu einem täglichen Dauerthema geworden. Nun schlägt die europäische Kommission vor die Banken über eine Steuer ab 2013 an dem Aufbau eines permanenten europäischen Rettungsfond zu beteiligen. Dieser Fond soll wohl die bisherige Rolle der EZB übernehmen, die jetzt schon die Anleihen krieselnder Euro Länder aufkauft. Es soll sich wohl um eine einmalige 0,2 Prozent Abgabe auf die Bilanzsumme der Banken handeln, um damit den Rettungsfond mit Kapital auszustatten. Insgesamt sollen damit 50 Milliarden Euro für den Fond aufgebracht werden.

Deutschland in der Zwickmühle

December 16, 2010 by · 1 Comment
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Für Deutschland ist die Euro Rettung eine Zwickmühle, die wie es Mohamed El-Erian ausdrückt für Deutschland eine “lose – lose” Position darstellt. Egal was am Ende in den Sitzungen beschlossen wird, Deutschland wird am Ende verlieren. Bleibt Deutschland hart und hält sich an ökonomische Vernunft, ist der politische Schaden immens und die Euro Zone drohte auseinanderzubrechen. Gibt Deutschland nach, wie es unter Merkel am Ende meist sein wird, so entscheidet es sich für eine ökonomisch furchtbare Lösung und Entwicklung. Wenn man die bisherige Entwicklung von der Griechenlandkrise, über Irland weiterdenkt, wird es am Ende auf eine Transferunuion über zum Beispiel Euro Bonds hinauslaufen. Somit hätte Deutschland seine jahrelangen Anstrengungen, um solide zu wirtschaften, am Ende nur dafür getätigt, um die Südländer zu sponsern.

Irlandrettung – Die Rettung der Banken oder auch Marktwirtschaft ad absurdum

November 23, 2010 by · Leave a Comment
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Nachdem erst Griechenland aufwendig gerettet wurde um auch hier die Banken vor den Kosten einer Staatspleite zu schützen, ist nun auch Irland gerettet worden. Dabei ist genau das eingetreten, was ich im Zuge des großen Rettungspaketes der Griechenlandrettung vermutet habe. Es gibt nun einen Blankoscheck um von der Pleite bedrohte EU Länder egal aus welchen Gründen auch immer sie in Schieflage geraten sind, koste es was es wolle zu retten. Doch wieder einmal wird damit nicht der Bevölkerung des Pleite gegangenen Staates geholfen. Wiedereinmal sind es die Banken die durch die Hilfen risikofrei ihre Zinseinnahmen aus den Anleihen generieren können, ohne für die Konsequenzen ihrer Anlageentscheidungen aufkommen zu müssen.

Griechenlands Defizit – Es steigt und steigt und steigt

October 18, 2010 by · 1 Comment
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Wer tatsächlich dachte die griechische Regierung hätte im Zuge des Rettungspaketes alle Zahlen auf den Tisch gelegt und das an sich schon peinlich hohe Defizit komplett eingestanden, der hat ein weiteres mal geirrt. So wurde das Staatsdefizit als es zur Griechenlandrettung kam und die EU Länder in einem gigantischen Rettungsschirm die Pleite Griechenlands abfederten mit 13,6 Prozent beziffert. Anfang Oktober noch hatten Pessimisten in Regierungskreisen einen Wert von 15,1 Prozent geflüstert. Doch auch dieser Wert wurde mittlerweile übertroffen. Man hat erneut einen Fehlbetrag gefunden und musste das griechische Staatsdefizit für 2009 nun auf 15,4 Prozent des BIP korrigieren. Zur Erinnerung als die Griechenlandkrise ausbrach und die Staatsanleihen panikartig verkauft wurden, stand noch ein Wert von 12,5% im Raum. Eine Rettung wie sie der EU vorschwebt allein mit Garantien und einem harten Sparkurs wirkt immer mehr völlig illusorisch.

Die immerwiederkehrende Pest der mortgage backed securities MBS

October 15, 2010 by · Leave a Comment
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Die mortgage backed securities kurz MBS, die erst die amerikanische Immobilienblase und deren Verrücktheiten befeuerte, um dann die Finanzwelt 2008 fast zum Zusammenbruch geführt haben ist wie die Pest im Mittelalter. Wenn man denkt nach all den Schäden es wäre überstanden, taucht sie wieder auf um erneut die Finanzwelt ein weiteres Mal zu bedrohen. Diesmal geht es um keine geringere Frage ob diejenigen, die die MBS halten überhaupt Eigentümer des Schuldscheines sind und somit Zwangsversteigerungen durchführen können. Denn durch die hoch komplizierte Strukturierung haben die Investmentbanken ein Chaos geschaffen in dem dies nicht mehr rechtlich einwandfrei nachweisbar ist. Dies könnte dazu führen das bisher durchgeführte Zwangsversteigerungen illegal waren und das im Grunde jeder Hausbesitzer sich in seinem Haus gemütlich einrichten kann, ohne überhaupt seine Hypothekenschuld zu bedienen, denn er kann nicht durch Zwangsversteigerung aus dem Haus geworfen werden.

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