Archiv Kategorie Finanzkrise

Der große Hypothekenskandal der Wall Street

October 14, 2010 by · Leave a Comment
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Auf die Investmentbanken könnten nun ungemütliche Zeiten zukommen. Nicht nur das nun 50 Bundesstaaten in den USA eine Untersuchung des Zwangsversteigerungsskandals eingeleitet haben, in dem es darum geht ob die Banken rechtmäßig die Häuser zwangsversteigert haben. Nun scheint es sogar noch einen weiteren weitaus größeren Skandal mit Hypotheken aus der Zeit der Immobilienblase zu geben, der sogar den Abacus Vorfall von Goldman Sachs wie ein Kindergeburtstag erscheinen lässt. Hier musste Goldman Sachs eine Strafe von 550 Millionen Dollar zahlen für einen Fall in dem die Investoren belogen wurden. Nun scheint es die gesamte Industrie die Investoren über die wahre Qualität der Hypothekenpools im dunklen gelassen hat und für schlechte Anteile sich selbst Rabatte ausgehandelt hat. So konnten die Investmentbanken mit Müll noch ihre Gewinnmargen erhöhen.

Computer handeln besser – tatsächlich?

October 5, 2010 by · 1 Comment
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Bisher ist die deutsche Presse recht kritisch mit dem Thema des Hochfrequenzhandelns (HFT) umgegangen. Besonders gutes Beispiel ist der Artikel der FAZ in dem moniert wird, dass die SEC die Ursache für den ominösen Flash-Crash im Mai einem einzigen Marktteilnehmer Waddell & Reed Financial die Schuld in die Schuhe schiebt und den Anteil der HFT Händler an dem rasanten Absturz kaum diskutiert. Nun ist aber ausgerechnet in der von mir sonst so geschätzten FTD ein Kommentar veröffentlicht worden, der mir aufgrund seiner naiven unkritischen Haltung zum HFT Trading ziemlich merkwürdig vorkommt. Nicht nur dass, er stammt auch aus einer Ecke der man allgemein nicht unterstellen würde besonders viel mit Finanzmarktthemen zu tun zu haben. Der Verfasser des Kommentars ist aus der amerikanischen Denkfabrik Council on Foreign Relations. Das riecht meiner Meinung stark nach Lobbyismus um auch hier unter den zuständigen Politikern ein wohlwollendes Verhalten gegenüber HFT Handel zu erzeugen.

Toxie ist gestorben

September 27, 2010 by · Leave a Comment
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Toxie ist von uns gegangen. Damit mein ich nicht das Maskotchen der HRE, nein es handelt sich quasi um das “Haustier” der Sendung “Money Planet” des amerikanischen Radiosenders NRP National Public Radio. Und Toxie war nicht wirklich ein Tier sondern eines jener Giftmüllpapiere auch toxic assets genannt, die die ganze Finanzkrise ausgelöst hatten. Um im Eigenversuch herauszufinden was eigentlich hinter einem toxic asset steht und wie es sich entwickelt, haben die Macher der Sendung in Januar 2010 für 1.000 Dollar einen Anteil eines toxic asset gekauft. Dabei handelte es ich um einen MBS Mortgage Backed Securities. Also einem Pool unterschiedlichster Hypothekenkredite. Früher einmal vor der Finanzkrise war dieser Anteil einmal 75.000 Dollar wert. Doch selbst nach diesem dramatischen Wertverlust haben die erhaltenen Zahlungen nicht ausgereicht um den Kaufpreis von 1000 Dollar wieder hereinzubringen. Toxie hat seinen Besitzern bis zu seinem Tot gerade einmal 449 Dollar eingebracht.

Zwei Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers

September 15, 2010 by · Leave a Comment
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Bevor 15. September 2008 die einst so stolze Investmentbank Lehman Brothers pleite ging, stand der DAX noch bei 6234 Punkten. Heute zwei Jahre nach dem Desaster, dass auch als Schmelzpunkt der Finanzindustrie bezeichnet werden kann, steht der DAX am Ende des Handelstages des 15. September 2010 bei 6261 Punkten. Jemand der den Rat des verstorbenen Börsenaltmeisters André Kostolany befolgt hätte und sich am Freitag den 12. September 2008 mit seinem Dax Investment für zwei Jahre schlafen gelegt hätte, würde mit Blick auf den DAX Stand meinen es wäre nichts passiert. Dabei stand zwischenzeitlich, die gesamte Bankenwelt, wenn nicht das ganze Finanzsystem kurz vor dem Zusammenbruch. Unsummen mussten von den Staaten an Garantien und Kapitalhilfen bereitgestellt werden, damit nicht auch noch an deren Banken wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen.

Peer Steinbrück: Ohne haircut wird Griechenland nicht wieder auf die Beine kommen

September 14, 2010 by · Leave a Comment
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Von Peer Steinbrück hatte ich bisher keine sehr hohe Meinung als Finanzminister. Oft wurde auf die Probleme mehr reagiert als agiert um sich dann selbst als großer Retter hinzustellen. Was bei solchen Rettungen bei raus kam, kann man immer noch an dem Garantiebedarf bei der Hypo Real Estate bewundern. Aber zur Griechenland Krise hat Peer Steinbrück nun in einem Spiegel Interview ein paar erstaunliche Sätze gesagt, zumindest für Politikerverhältnisse. Er sagt dabei ganz deutlich, dass Griechenland nicht ohne Umstrukturierung, sprich haircut, seiner Staatsschulden wieder auf die Beine kommen kann. Er hebt sich da deutlich von naiven Äußerungen Hans Eichels ab, der die Bürger noch dazu aufgerufen hatte Griechenland Anleihen zu kaufen.

Der deprimierende US Immobilienmarkt

September 13, 2010 by · Leave a Comment
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Ob die Wirtschaft wächst, oder in einer Rezession verfällt hängt zum größten Teil an der Psychologie. Da die amerikanische Konjunktur in besonders ausgeprägter Weise von der Binnennachfrage abhängt, ist der Faktor Psychologie für die Konjunkturentwicklung gar nicht zu unterschätzen. Eigentlich kamen die USA besonders schnell nach einer Rezession wieder auf die Beine und schafften ein deutliches Wachstum. Doch diesmal scheint es anders zu sein, man früchtet sich vielmehr von einem Double Dip oder einer depressiven Dekade wie in Japan. Der Hauptgrund dafür liegt einzig und allein im amerikanischen Immobilienmarkt, der durch das Platzen der Preisblase die Finanzkrise erst ausgelöst hat. So haben auch Steuervergünstigunen nicht geholfen um die Amerikaner wieder zum Hauskaufen zu animieren, die Zahlen bleiben schwach. Warum das so ist, zeigen gut die Berichte aus Phoenix Arizona.

Chinas Immobilienblase ist am platzen

September 1, 2010 by · 3 Comments
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Das der chinesische Immobilienmarkt total überhitzt ist, ist kein Geheimnis. Doch angesichts der Größe und den völlig in den Himmel geschossenen Preisen bahnt sich im Reich der Mitte eine formidable Katastrophe an. Gut zwei Drittel aller der 90 an den Börsen von Shanghai und Shenzhen gelisteten Immobilienentwicklern haben im ersten halben Jahr 2010 einen negativen operativen Cashflow ausgewiesen, berichtete Robert Lenzner auf Forbes. Und das in einem Markt indem die Immobilienpreise seit der Krise von 2008 um sagenhafte 60% angestiegen ist. Die Hauspreise von Shanghai, Beijing und Shenzhen sind so hoch, dass die Hypothekenraten im Durchschnitt 80% des Einkommens ausmachen. Das sind Werte die nie und nimmer gut gehen können.

Die Derivate Bücher von Lehman Brothers waren wohl ein einziges Chaos

August 30, 2010 by · 2 Comments
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Kurz bevor sich die Pleite von Lehman Brothers zum zweiten Mal jährt, wirft eine Aussage ein ziemlich erschreckendes Bild auf die Buchführung bei den Derivaten mit denen Lehman Brothers handelte. So sagte Elizabeth James, eine Direktorin von Barclays die einen Blick in die Bücher geworfen hatte, vor dem U.S. Bankruptcy Court in Manhattan aus, dass die Bücher von Lehman Brothers in solch einer Unordnung waren, dass niemand genau wusste was alles drin stand. Sie hatten angeblich keinerlei Ahnung ob sie mal eben 2 Milliarden Optionen mehr verkauft hatten, als gekauft, oder aber 4 Milliarden mehr hielten als sie verkauft hatten.

Broker drohen Geldstrafen wegen Flashcrash

August 23, 2010 by · 1 Comment
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Anfang Mai hat der sogenannte “Flash Crash” die Börsen in einen Schock versetzt. Binnen Minuten sind die Börsenkurse in sich zusammengebrochen und einzelne Werte haben wilde völlig surreale Kursachterbahnfahrten hinter sich gebracht. Kurststürze bis zuu 90% innerhalb weniger Minuten, bei garnichtmal kleinen Aktiengesellschaften. Doch schon zu Handeslende war der Spuck schon wieder vorbei und die Kurse hatten sich wieder normalisiert. Die Wahre Ursache wurde von der SEC bis heute nicht eindeutig festgestellt. Hauptverdächtig ist das Hochfrequenztrading, oder auch Algo-Trading genannt. Doch es scheint langsam etwas Bewegung in die Sache zu kommen. Die Financial Industry Regulatory Association kurz Finra nimmt sich nun die Broker vor und droht ihnen mit Geldstrafen, wenn sie zu fahrlässig HFT Firmen an ihren Handeslplätzen zugelassen haben.

Quants: The Alchemists of Wall Street

August 8, 2010 by · 1 Comment
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Quants: The Alchemist of Wall Street ist ein sehr interessante und nachdenkliche Dokumentation, die die Finanzbrache aus Sicht der Mathematiker und Programmierer beschreibt. Also denjenigen die sich mit den ganzen mathemathischen Modellen beschäftigt haben, die heute so sehr die Finanzwelt bestimmen und zu der Finanzkrise geführt haben. Dabei geht es vorallem um die Illusion die diese mathematischen Modelle erzeugen, nämlich sicher vorherbestimmen zu können wie sich eine Hypothek zum Beispiel in der Zukunft verhält und welcher Einfluss untereinander zwischen ganzen Paketen an Hypotheken in CDOs bestehen. Doch diese Illusion war trügerisch, so waren die Modelle meist nur linear aufgebaut, basierten auf sträflich einfachen Annahmen und formten sich aus völlig ungenügenden Statistikhistorien.

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