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Der Rohstoffhandel der Investmentbanken
Der Rohstoffhandel ist seit jeher von erhöhter Volatilität geprägt und dem Wunsch einzelner Martkakteuere den Preis in eine gewünschte Richtung zu lenken. Doch immer mehr nehmen sich die Investmentbanken diesen Bereich der Wirtschaft vor und versuchen an allen möglichen Stellen entlang des Rohstoffhandels kräftig zu verdienen. Oft bieten die Investmentbanken den Verbrauchern der Rohstoffe genau dann solche Finanzprodukte an, die durch das Handeln der Banken erst erforderlich wurden. Fakt ist, der Rohstoffmarkt ist einer der volatilsten und extreme Preisschwankungen sind keine Seltenheit. Die Banken sorgen dafür, dass das auch so bleibt, denn so verdienen sie prächtig mit den Rohstoffen. Leidtragende dabei, die weiterverabeitende Industrie und Privatanleger.
Öl, der ewige Rohstoff oder bald am Ende?
Wohl kein anderer Rohstoff bestimmt so sehr die Weltwirtschaft wie das Öl. Über 90% aller Produkte sind entweder aus Öl hergestellt, oder vom Öl abhängig. Kein Wunder also, dass der Handel mit Öl und die Preisentwicklung von Öl für viele Großkonzerne von entscheidender Bedeutung ist und dementsprechend Öl auch eines der größten Spekulationsobjekte darstellt. So stieg der Preis von Öl bis zum Platzen der Blase während der Finanzkrise in 10 Jahren von 17$ auf bis zu 147$. Unvergessen die Analysen von zum Beispiel Goldman Sachs die sogar einen Preis von 200$ heraufbeschwören wollten. Doch die Blase platzte und der Ölpreis stürtzte in nur 4 Monaten auf 40 $ ab. Grund für solche Blasen sind oft Spekulationen um den sogenannten Peak Oil, also dem Zeitpunkt, an dem das weltweite Fördermaximum erreicht wird und nachdem die Förderung zwangsläufig nur noch abnehmen wird. Doch ist Öl bald verbraucht oder entsteht eventuell sogar ständig neues Öl im Erdinneren?
Ende der Goldhausse?
Im Zuge der deutlichen Euroschwäche, ausgelöst durch die Probleme und Spekulationen um eine Staatspleite von Griechenland, hat sich auch beim Gold das Bild in den letzten Wochen merklich gewandelt. Die dadurch ausgelöste Stärkung des Dollars, hat wohl viele Spekulanten dazu veranlasst sich aus Gold zu verabschieden und die doch kräftigen Gewinne der seit 2002 anhaltenden Rally im Gold mitzunehmen. Da stellt sich die Frage, ob dies nur eine kurze Schwächeperiode sein kann, oder aber ob die Goldhausse schon zu Ende ist?
Gold – geht der Höhenflug weiter?
Im Zuge der Spekulationen um die Umstellung des Ölhandels weg vom Dollar hin zu einem Währungskorb, in dem auch Gold vorhanden sein soll, hat der Goldpreis ein neues Allzeithoch erklommen. Gold hat seit 2001 eine bemerkenswerte Rally hingelegt und sich von damals knapp 250 Dollar auf nun 1047 Dollar mehr als vervierfacht. Doch kann diese Rally noch weiter so kräftig andauern? Die Krisenwährung ist in den letzten Monaten einer hohen Volatilität unterworfen.
