Chinas Unzufriedenheit mit dem Dollar als Leitwährung wird deutlicher

March 24, 2009 by
Filed under: Devisen, Notenbanken, Weltpolitik 

Der Plan der FED noch mehr Geld zu drucken um mehr Liquidität in den Markt zu bringen indem sie mit 300 Milliarden Dollar Staatsanleihen direkt aufkaufen wollen, hat die Chinesen nicht gerade begeistert. Diese Aktion hat den Dollar schwer unter Druck gebacht. Nun fordert die chinesische Zentralbank in einer bisher nicht gekannten Offenheit eine Reform des internationalen Währungssystems und eine neue weltweite Leitwährung. Dabei sollte die neue Leitwährung unter Aufsicht des Internationalen Währungsfonds IWF gestellt sein. Chef der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan schrieb die Finanzkrise rufe nach kreativen Reform des internationalen Währungssystems hin zu einer internationalen Leitwährung. Er würde am liebsten auf die Sonderziehungsrechte SZR des Internationalen Währungsfonds IWF zurückgreifen, die nach seiner Meinung nach das Potential zu einer internationalen Reservewährung hätten. Die Sonderziehungsrechte wurdem vom IWF 1969 eingeführt, doch verlohren aber mit dem Ende des Bretton-Woods Systems 1971 an Bedeutung. Die Sonderziehungsrechte bemessen sich an einem gewissen Währungskorb bestimmer nationaler Devisen die anhand ihrer jeweiligen Bedeutung gewichted sind und ständig neu angepasst werden können.

Doch auch wenn die amerikanische FED durch ihre Inflationspolitik allein den nationalen Interessen der USA Rechnung trägt und damit quasi die ausländischen Gläubiger der Vereinigten Staaten schleichend enteignet, so wird China auch weiter gezwungen sein, seine großen Handelsüberschüsse weiter in amerikanischen Staatsanleihen anzulegen. China sind mit den USA mitlerweile wie Siamesische Zwillinge verbunden. Sie können sich zwar nicht leiden doch ohne einander könnten beide nicht mehr leben. Zu sehr sind beide voneinander abhängig. China braucht die USA als den Absatzmarkt für ihre Produkte und muss daher seine eigene Währung an den Dollar koppeln um seine eigenen Produkte Wettbewerbsfähig zu halten.

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