Das US Verbrauchervertrauen bricht massiv ein, kommt doch der Double Dip?
Schon oft wurde über eine mögliche Double Dip Rezession spekuliert. Insbesondere der ewige Schwarzseher Nouriel Roubini warnte schon lange vor einer Double Dip Rezession. Dabei besteht die Gefahr, dass nach einer ersten Erholung der Wirtschaft, ein erneuter Abrutsch in die Rezession stattfinden könnte. Die heute veröffentlichten Zahlen zum US Verbrauchervertrauen, könnten diesen Schluss nahelegen. Dies ist nämlich kräftig und von den Analysten völlig unerwartet dramatisch eingebrochen. Im Januar lag der Index des amerikanischen Verbrauchervertrauens noch bei 56,5 Punkten, die Analysten hatten mit einem leichten Rückgang auf 55 Punkte gerechnet, doch der Index brach tatsächlich auf 46 Punkte ein. Den niedrigsten Stand seit April 2009, dem Monat in dem die Verunsicherung aus der Finanzkrise das beherschende Thema war.
Das US Verbrauchervertrauen ist vor allem aus dem Grunde so von Bedeutung, da 2/3 der amerikanischen Wirtschaft von den Konsumausgaben abhängen. Doch hier scheinen nun Monate der hohen Arbeitslosigkeit in den USA ihre Spuren zu zeigen. Die befragten Bürger der USA schätzen ihre gegenwärtige Situation so schlecht ein wie zuletzt im Februar 1983. Doch nicht nur das Verbrauchervertrauen sieht eher pessimistisch aus, auch der amerikanische Immobilienmarkt zeigt wieder Anzeichen der Schwäche. So sind die Preise in 20 großen amerikanischen Metropolen im Dezember um 0,2 Prozent gesunken.
Immer mehr amerikanische Banken gelten als Problembanken
Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und dem immer noch schwachen Häusermarkt nimmt auch die Anzahl der Problembanken in den USA . unaufhörlich weiter zu. So führt das FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) mitlerweile eine Liste von 702 Problembanken. Diese weisen eine Bilanzsumme von zusammen 403 Milliarden Dollar auf. Von diesen 702 Banken werden nicht alle pleite gehen, doch weisen sie schon ernste Schwierigkeiten auf. Dies ist die höchste Anzahl an Problembanken seit 1992. Angesichts der jetzigen Probleme muss man davon ausgehen das diese Zahl noch weiter zunehmen wird.
Was diese Entwicklungen für die Börse zu bedeuten hat, muss man noch abwarten. Manche amerikanische Börsenkommentatoren freuen sich über die schlechten Zahlen des amerikanischen Verbrauchervertrauens und sehen es gar als ein antizyklisches Einstiegssignal. Immerhin das Jahr 1983 mit dem bisher schlechtesten Wert für die aktuelle Lage, markierte das Ende der Rezession und es folgten 7 Jahre des Aufschwungs in denen die hohen Arbeitslosenzahlen konnten schnell abgebaut werden konnten. Dennoch halte ich die beiden Situationen nicht für vergleichbar. Die jetzige Rezession war sehr viel heftiger und die Probleme sind wesentlich vielschichtiger als 1983. Außerdem konnte der jetzige zaghafte Aufschwung nur über hohe Staatsausgaben ermöglicht werden. Laufen diese Maßnahmen aus und halten sich die amerikanischen Konusmenten zurück, dann kann die Wirtschaft sehr wohl wieder in eine Rezession zurückfallen.
Die FED jedenfalls wird dies auch weiter als Begründung hernehmen um auch weiter die Finanzwelt mit billigem Geld zu versorgen. Daher kann es auch gut trotz einer weiteren Rezession sein, dass die Börsenkurse dennoch steigen.
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Kommentare
4 Comments on Das US Verbrauchervertrauen bricht massiv ein, kommt doch der Double Dip?
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webSimon on
Wed, 24th Feb 2010 07:44
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Joerg on
Wed, 24th Feb 2010 14:57
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Stefan Krüger on
Wed, 24th Feb 2010 17:08
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US Neubauverkäufe auf Rekordtief » USA, Immobilienmarkt, Double Dip, Januar 2010 » Spekulantenblog on
Wed, 24th Feb 2010 18:44
Danke für den super Artikel. Habe das ganze einmal bei YiGG eingestellt.
Danke sehr, das freut mich natürlich
Sieht wirklich nicht gut aus, ich denke, dass das in Deutschland auch noch dieses Jahr massiv nach unten geht. Meine Meinung….
[...] « Das US Verbrauchervertrauen bricht massiv ein, kommt doch der Double Dip? [...]
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