Die hässlichsten Fakten über die amerikanische Wirtschaft

July 10, 2010 by
Filed under: Konjunktur 

Wieder einmal über die amerikanische Wirtschaft. Diesmal bin ich über eine erschreckende Auflistung gestolpert, die die besorgnisserregensten Fakten über die amerikanische Wirtschaft, insbesondere die Schulden und Immobiliensituation zusammenfasst. Man wundert sich wirklich, wenn man die 50 Punkte durchsieht, warum so ein großes Teater um die Eurozone gemacht wird. Deren Probleme wirken geradezu winzig dagegen. Dies hat aber für die USA die letzten Wochen ziemlich gut funktioniert, durch die Probleme von Griechenland, Spanien usw. von der eigenen miserablen Situation abzulenken. Insbesondere die Situation der Hypothekendarlehen hat sich noch kein Stück gebesser und die Zwangsversteigerungen steigen immer weiter an.

Ich möchte hier nur ein paar der wichtigsten Punkte herausgreifen, die ich für besonders bedenklich halte.

Im ersten Quartal 2010 ist die Anzahl der Kredite die länger als drei Monate im Rückstand sind nun das 16te Quartal in Folge angestiegen.

Die untersten 40% der Einkommensbezieher besitzen nun zusammen nur noch weniger als 1% des Volksvermögens.

Der Dow Jones Index hat nun im Mai 2010 den schlechtesten Mai seit 1940 erlebt.

Nach US Gesetzesbehörden sind über eine Million Amerikaner sind Mitglied einer kriminellen Gang. Derweil werden bis zu 80% der Verbrechen von Gangs begangen.

39,68 Millionen Amerikaner sind angewiesen auf Lebensmittelmarken. Ein neues Rekordhoch. Nach dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium sollen es bis 2011 über 43 Millionen sein.

32 US Bundestaaten hatten nicht genügend Geld um Arbeitslosenunterstützung auszuzahlen und mussten nun selbst von der Bundesregierung ausgeholfen werden, damit sie die Arbeitslosenunterstützung auszahlen konnten.

24% aller Hypothekenkredite auf Häuser sind “Unter Wasser”.

10% aller Hausbesitzer mit einer Hypothek haben im ersten Quartal 2010 eine Rate verpasst. Dies ist ein neues Rekordhoch, im letzten Jahr lag die Rate noch bei 9,1%.

Zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte besitzen Banken mehr Immobilienwerte als alle Amerikaner zusammengenommen.

Alle Schulden der USA zusammengenommen, also Staatsschulden, Unternehmensschulden und private Schulden erreichen nun 360% des BIP.

Mehr dazu auf ZeroHedge: Presenting The Wall Of Worry: The 50 Ugliest Facts About The US eCONomy

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Kommentare

3 Comments on Die hässlichsten Fakten über die amerikanische Wirtschaft

  1. Sven on Mon, 12th Jul 2010 07:35
  2. Das Amerika seit Jahrzehnten auf Pump gelebt hat ist ja hinlänglich bekannt. Daher dürfen diese Zahlen eigentlich nicht verwundern. Verwunderlich sind, wie auch am Rande im Artikel angesprochen eher die Randeffekte. Griechenland, Spanien u.s.w. haben nach dem amerkianischen Modell gelebt und nicht nur Sie, sondern der gesamte Euroraum wird dafür um einen 2-stelligen Prozentwert abgestraft.

    Und als ob dieses Mißverhälntnis noch nicht genug ist, fordert Armerika von den restlichen Euro-Staaten ein, es gleichzutun und hohe Schulden für einen neuen Aufschwung in Kauf zu nehmen. Der Euro Kurs würde es sicherlich danken….

    Aber solange der Fokus der Berichterstattung auf Europa liegt, verschafft es Amerika zumindest etwas Luft. Die Frage ist eigentlich, warum der Euroraum sich der Panikmache anschließt und sich so selber zu Reaktionen zwingt, die schon als hysterisch zu beschreiben sind.

    [...] Spekulantenblog: Die hässlichsten Fakten über die amerikanische Wirtschaft [...]

  3. rainer on Wed, 20th Oct 2010 13:59
  4. ergänzend kann man auch sagen, dass seit dem 25. September 2008 -als Washington Mutual pleiteging- über 279 Banken aufgeben mussten (Stand 15.10.10).
    Je mehr Banken pleitegehen, umso mehr wächst die Angst vor einem Double Dip in den USA. Mit diesem Begriff ist das erneute Abrutschen der weltgrößten Volkswirtschaft in eine Rezession gemeint.

    Ein schwacher Bankensektor trägt nun nicht wirklich dazu bei, dass das Vertrauen in die US-Wirtschaft wächst.

    Eine Erholung ist nicht in Sicht, zudem zeichnet sich bei den privaten Kreditnehmern auch keine Besserung ab. Noch immer steigt die Zahl der Privatinsolvenzen. Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Privatinsolvenzen um 15 Prozent auf rund 781.000 Euro das ist die höchste Zahl seit 2005.

    Ein Aufschwung sieht anders aus!

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