Die Neusten Entwicklungen im Fall des gestohlenen Goldman Sachs Codes

July 10, 2009 by
Filed under: Wirtschaftskriminalität 

In den USA ist es die Geschichte des gestohlenen des hochgeheimen hochfrequenz Trading Codes von Goldman Sachs eines der beherschenden Themen in den Blog in dieser Woche. Mittlerweile haben sich wieder einige Neuigkeiten verbeitet, so wurde nun auch der Eigentümer des deutschen Servers bekannt, der wohl von der ganzen Sache sehr überrascht wurde und Citadel scheint nun gegen die neu gegründete Firma Teza Technologies LLC vorgehen zu wollen, die den ehemaligen Goldman Sachs Angestellten Sergey Aleynikov heuern wollte, der dann bei Goldman Sachs angeblich ausversehen den Code gestohlen hat. Auch stellt sich immer mehr die Frage, wenn der Code in Verbindung mit der entsprechenden Hardware so mächtig ist, was stellen eigentlich Investmentbanken wie Goldman Sachs alles damit an. Der Spekulantenblog hatte bisher in zwei Artikeln schon ausführlich über den Fall berichtet. Zum einen gleich zu Beginn Goldman Sachs Opfer internationaler Spionage? und dann noch in einem ersten Update der Geschichte Updates – Goldman Sachs Trading Quellcode gestohlen.

Auf Zero Hedge ist zu lesen, dass sich bei dem Server auf den Sergey Aleynikov den hochsensiblen hochfrequenz Trading Code von Goldman Sachs transferiert hat wohl zu http://www.xp-dev.com/ gehört. Dieser Dienst der mehere Server betreibt gehört dem in London lebendem Roopinder Singh, der wie er sich selbst beschreibt selber als Handelssystementwickler betätigt. Seine Seite xp-dev.com bietet dabei Subversion Hosting an. Er beschreibt selber in seinem Blog, wie er die ganze Sache erlebt hat als plötzlich ohne Vorwarnung alle seiner Server abgeschaltet wurden und 45 Stunden nicht erreichbar waren, da von den Behörden die Festplatten beschlagnahmt wurden und entsprechend untersucht um den Code zu finden. Für ihn ist wörtlich Sergey Aleynikov ein ” idiotic moron” der Daten auf seinen Server hochgeladen hat, die er nicht besitzen durfte. Allerdings nutze Sergey Aleynikov den Service nach eigenen Angaben in der Vernehmung schon mehere Monate lang.

Darüber hinaus entwickelt sich nun ein weiterer Nebenschauplatz so hat nun wie ftalphaville schreibt die Citadel Investment Group LLC wohl die Firma Teza Technologies LLC nun verklagt, die von ihrem ehemaligen Miarbeiter Misha Malyshev gegründet wurde. Dieser war früher bei Citadel auch für den automatischen hochfrequenz Handel zuständig. Teza Technologies LLC hatte eigentlich Sergey Aleynikov angeheuert und ihm ein dreifach höres Gehalt geboten, als dieser bei Goldman Sachs bekommen hat. Misha Malyshev hatte bei der Gründung von Teza Technologies LLC ein Nicht-Konkurenz Vertrag abgeschlossen, den Citadel nun verletzt sieht. Außerdem befürchtet Citadel nun, auch ihnen seih eventuell hochgeheimer Trading Code entwendet worden.

Tiefer in das Geschäft des automatischen hochfrequenz Handels steigt dieser kritische Artikel von ftalphaville The Cold War in high frequency trading ein. Dieser umschreibt den automatischen hochfequenz Handel als ein sehr lukratives Geschäft, aber nur für denjenigen der auch wirklich den schnellsten code und die schnellste Hardware besitzt. Die Konkurenz ist somit hart. Mittlerweile soll in den USA 70% des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen auf diesen automatischen hochfrequenten Handel zurückzuführen sein. Was kaum verwundert werden die Ordergeschwindigkeiten schon im microsekunden Bereich gemessen. Allerdings könnte die schiere Größe des hochfrequenten Handels selbst zum Verhängis werden. Denn noch profitieren Firmen wie Goldman Sachs Liquidität normalen Marktteilnehmern zur Verfühgung zu stellen bevor es andere tun und dadurch Arbitrage Gewinne realisieren. Doch bald könnte der hochfrequente Handel selbst zu den Kunden dieser Liquidität werden und selbst dadurch unrentabel werden.

So stellen einige schon die Frage ob durch den automatischen Handel Goldman Sachs bis zu 100 Millionen Dollar am Tag dadurch stehlen würde. Goldman Sachs hat durch seinen besonderes Status als Mitglied des sogenannten Plunge Protection Teams eventuell Zugang zu Orderinformationen und könnte durch solch einen speziellen hochschnellen Code und Hardware eigene Orders noch vor anderen ausführen. Schon erstaunlich das eine einzige Investmentbank wie Goldman Sachs für 60% des automatischen Handels an der NYSE verantwortlich ist. Man könnte hier eventuell auch von einem Cornering sprechen. Das ganze könnte sich zu einem neuen Mega Skandal in der Finanzkrise entwickeln und es soltle auf jednefall hinterfragt werden, ob eine einzelne Bank so viel Macht besitzen darf.

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