Griechenland immer noch auf dünnem Eis
Dachte man durch die Vereinbarung der EU über mögliche Hilfen könnten Investoren der griechischen Anleihen berügt werden, so muss man sich hier ganz klar getäuscht sehen. Der Spread gegenüber den Bundesanleihen weitet sich weiter munter auf nun 408 Basispunkte, ein absoluter Rekordwert seit dem Beitritt von Griechenland in die Eurozone und auch die CDS haben wieder die alten Höchststände von 400 Punkten von Anfang Februar wieder erreicht. Doch sind es auch vorallem die Griechen selber, die ihrem eigenen Staat nicht über den Weg trauen. So bringen die griechischen Bürger allein im Januar und Februar 8 Milliarden ihrer Einlagen in Sicherheit, dies entspricht 4% des grieschischen BIP. Diese Einlagen fehlen den grieschichen Banken somit, um weiter in dem Umfang Staatsanleihen zu kaufen. Aber das wäre nicht das erste mal das die Probleme vorallem aus Griechenland selber kommen, wenn schon die staatliche griechische Postbank gegen den eigenen Staat wettet.
Nun scheint wohl Griechenland sein Glück auf dem amerikanischen Markt versuchen zu wollen, wenn die Griechen schon selber nicht mehr bereit sind dem eigenen Staat Geld zu leihen. Man will sich als Schwellenland verkaufen, um so spezielle Schwellenländerfonds anszusprechen, die auf der Suche nach besonders hohen Anleiherenditen sind. Die hohen Renditen hat Griechenland ja bereits schon, teilweise schon deutlich höher als manche richtige Schwellenländer. So muss Griechenland schon 150 Basispunkte mehr als Brasilien oder Mexiko zahlen. Allerdings fragt man sich an welcher Schwelle Griechenland dabei stehen soll, ein Schwellenland sollte sich ja durch ein besonders hohes Wachstum auffallen um auf die entwickelten Staaten aufschliessen zu können. Griechenland steht eher an der Schwelle des Todes. Bei den Chinesen ist man bereits mit einem ähnlichen Vorhaben schon abgeblitzt.
mehr dazu unter: FTD: Griechenland-Angst erreicht neuen Höhepunkt
Zero Hedge ist dazu zu lesen, der kritische Punkt ein Spread von 450 Basispunkten im Vergleich zum Bund wäre. An diesem Punkt würden die meisten Investoren kein Interesse mehr haben 10 jährige griechische Staatsanleihen halten und diese auf den Markt werfen. Allerdings könnte sich die Ausrufung einer Zielmarke für den unabwendbaren Kollaps sich eher als eine selbsterfüllende Prophezeiung erweisen, da wohl niemand der letzte sein möchte der an diesem Punkt noch die Staatsanleihen hält.
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Kommentare
One Comment on Griechenland immer noch auf dünnem Eis
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Before the Bell: DAX kommt nicht vom Fleck, US-Futures schwächer, Griechenland-Krise treibt Goldpreis | Die Börsenblogger on
Wed, 7th Apr 2010 13:30
[...] sich aber dennoch stabil über der 6.200er Marke. Hauptgesprächsthemen sind auch heute die Griechenland-Krise sowie die gestrige Veröffentlichung der [...]
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