Griechisches Feuer
Schon während der Hochzeit der Finanzkrise und den Tiefstständen im März, ging die Angst um die sogenannten Südländer insbesondere Griechenland könnten die Eurozone stark belasten. Diese Angst ist ein wenig aus der Berichterstattung verschwunden. Doch drückt schon lange eine ausufernde Schuldenlast auf den griechischen Haushalt. Zwar hatten sich die CDS auf griechische Staatschulden seit den Tiefstständen der Finanzkrise zwischenzeitlich erholt, doch steigen diese nun wieder mitunter in einem rasanten Tempo und haben den Wert aus dem März schon wieder überschritten. Gleichzeitig fallen die griechischen Staatsanleihen massiv an Wert und so muss der griechische Staat immer höhere Zinsen für seine Schulden bezahlen.
Griechische Anleihen und CDS unter Feuer
Besonders die Heftigkeit mit der die CDS Raten auf 10-jährige griechische Staatsanleihen ansteigen, sollte einem Sorgen bereiten, wie man auf Zero Hedge entnehmen kann. So hatten die CDS Raten im Zuge der Finanzkrise eine SKS-Formation ausgebildet mit der Spitze im Janaur vergangenen Jahres bei 282 Punkten. Dies hatte sich nach der Erholung der Märkte bis auf kurzzeitig 100 Punkte wieder normalisiert. Doch seit Oktober steigen die CDS Raten wieder stark an, auf numehr wieder 200 Punkte. Dies führt auf den Anleihemärkten zu entsprechenden Konsequenzen und die griechischen Staatsanleihen sind entsprechend massiv unter Druck geraten, wie das Handelblatt schreibt. Griechenland muss zur Zeit 1,5 Prozentpunkte mehr für seine schon riesigen Staatsschulden an Zinsen zahlen als zum Beispiel Deutschland. Das hört sich nicht viel an, ist aber ein nahezu 50% höherer Zinssatz.
Griechische Wirtschaft weiter in Rezession und wird zum Problem für die EZB
Besonderen Anteil an der ganzen Dynamik hat insbesondere die noch immer schwache griechische Wirtschaft. Während andere Staaten schon aus der Rezession herausgekommen sind, schrumpft die griechische Wirtschaft weiter. Dem staat fehlen dabei die Mittel die Wirtschaft aktiv zu stützen, muss er so schon kämpfen allein eine Defizitquote von 10% aufrechtzuerhalten. So liegt das Haushaltsdefizit des griechischen Staates bereits jetzt bei 12,5%. Dazu kommt, dass griechische Banken relativ gesehen im besonderen Maße von den Liquiditätsspritzen der EZB abhängig sind und wohl arge Probleme haben werden, wenn die EZB versucht die Liquidität wieder aus dem Markt zu ziehen.
Das Griechische Problem ist also lange nicht ausgestanden und es könnten in der Tat die Befürchtungen während der Finanzkrise eintreffen. Das dürfte die EZB dazu zwingen noch weiter die Zinsen niedrig zu halten und genügend Liquidität in den Märkten zu lassen, länger als eigentlich sinnvoll ist. Aber zur Zeit wird am Markt wieder vermehrt das Szenario einer Staatspleite von Griechenland gespielt und das dürfte die Eurozone noch in arge Schwierigkeiten bringen.
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