JP Morgan verdient weiter gut dank dem Investmentbanking
Die amerikanische Großbank JP Morgan ist gleich aus meheren Gründen interessant, einerseits da sie als erste Großbank ihre Quartalsbilanzen vorstellt, sie eigentlich mit am besten neben Goldman Sachs durch die Finanzkrise gekommen ist und dabei auch noch Problembanken wie Bear Stearns oder Washington Mutual aufgenommen hat. Dabei hat JP Morgan im vergangenen Jahr schon mehrfach die Erwartungen übertroffen. Vorallem dank dem Investmentbanking hat JP Morgan im ersten Quartal 2010 3,3 Milliarden Dollar Gewinn erzielt. Das Investmentbanking hat dazu 2,5 Milliarden Dollar beigetragen, dagegen belasten die Bank noch immer die faulen Hypothekenkredite oder der Kreditkartenbereich. Doch es sind erste Anzeichen zu sehen, dass sich auch hier die Lage stabilisiert hat, bzw. sich langsam entspannt.
Im Immobiliensektor sieht es dagegen nicht so rosig aus. So hat JP Morgan in seinen Immobilienportfolios einen Verlust von 1,3 Milliarden Dollar verbuchen müssen, zum Vergleich im letztjährigen Quartal lagen die Verluste hier nur bei 167 Millionen Dollar. Auch die Kreditkarten belasten stärker, so hat man hier ein Verlust von 303 Millionen Dollar verbucht. Auch mussten wieder massive Rückstellungen für faule Kredite gebildet werden, insgesamt 7 Milliarden Dollar. Dies ist nur ein wenig unter dem Vorrjahreswert. Insgesamt hat sich die Riskovorsorge der Bank damit auf 39 Milliarden Dollar angehäuft. Im Allgemeinen ist die Bank JP Morgan immer noch bestrebt Risiko abzubauen und die Kapitalbasis zu verbreitern, die Tier 1 Kapitalquote stieg im ersten Quartal auf 11,5%, verglichen mit 9,3% aus dem ersten Quartal 2009.
Interessant ist vorallem die Entwicklungen der säumigen Schuldner, insbesondere aus dem Hypothekenbereich. Dazu hat die Bank JP Morgan folgende Schaubilder veröffentlicht:
Anhand der Grafiken lässt sich schon eine gewisse Entspannung ablesen, insbesondere bei den Subprime und Kreditkartenschulden. Erstaunlich ist, dass die Hypotheken aus dem Prime Bereich auf hohem Niveau geblieben sind, sind dies doch eigentlich die Schuldner mit einer guten Bonität. Für die Bank sind die Probleme aber damit nicht ausgestanden, nehmen doch grade noch diejenigen Schuldner zu die über einen Zeitraum von über 150 Tagen säumig geblieben sind. Die positive Tendenz ist aber gerade auch aus dem Hintergrund interessant, hat doch der amerikanische Immobilienmarkt in den letzten Monaten wieder Schwäche gezeigt.
Die Aktie von JP Morgan hat sich auch entsprechend dem allgemeinen Aufwärstrend an den Börsen entlang bewegt. Die Aktie hat aber noch nicht wieder die relativen Kurshöhen aus dem letzten Herbst überschrreiten können. Noch herrscht hier wohl zu viel Unsicherheit über die tatsächlichen Kreditausfälle und einen womöglichen double Dip im amerikanischen Immobilienmarkt, der hier auch die Hypothekenkredite schwer belasten dürfte.
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One Comment on JP Morgan verdient weiter gut dank dem Investmentbanking
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