MACD Indikator – bessere Signale durch Divergenzen
Heute soll die kleine Serie zu dem MACD Indikator fortgesetzt werden. Ich hatte ihnen neulich die Grundlagen des MACD Indikators vorgestellt. Im gezeigten Beispiel des langfristigen DAX-Verlaufes auf Monatschartbasis konnte man dabei schon ordentliche Gewinne einfahren und die gewählte Einstellung des MACD schien schon recht gut zu wirken.
Man hat allerdings, wenn man sich mit dem MACD länger ausführlicher beschäftigt und ihn auch auf kleine Zeitebenen anwendet häufig das Problem, dass er dazu neigt Fehlsignale zu produzieren. Besonders häufig passiert dies bei seitwärts und richtungslosen Märkten, der MACD ist ja vorallem ein Trendindikator und ohne Trend ist dieser aufgeschmissen. Dies führt meist sogar soweit, dass ein stures Ausführen von Käufen und Verkäufen nach dem MACD auf Dauer Verluste erwirtschaftet. Zum einen liegt das daran, dass die Börsen nunmal keine Naturkräfte sind, die sich streng an mathematische Regeln halten und auf einfach mal eben durch externe Ereignisse die Stimmung umschlagen kann. Zum anderen ist gerade der MACD Oszilator derjenige, der am meist verbreitesten ist. Dies führt dazu, dass insbesondere für große Handelsabteilungen in den Banken und erfahrene Trader es äußerst lukrativ sein kann, die Signale des MACD zu nutzen um die breite Masse hinters Licht zu führen und auszunehmen.
Teil 2 Erkennen und Ausnutzen von Divergenzen
Will man nun gerade in kleinen Zeiteinheiten erfolgreich den MACD einsetzen, so kann man die Signale ausfiltern. Ein besonders vielversprechender Ansatz ist der, nur diese Signale zu handeln, die von einer Divergenz begleitet sind.

Im obigen Beispiel habe ich die Aktie der Daimler AG ausgewählt. Ich habe zur Analyse die gleichen Einstellungen des MACD wie im Grundlagen Artikel gewählt. Es handelt sich um einen typischen 12-26-MACD. Wie man sieht war die Daimler Aktie seit Ende 2006 in einem starken Aufwärtstrend, doch Mitte July 2007 liefert der MACD nach der gängigen Methode ein Verkaufssignal, wären wir nicht schon vorher in der Aktie könnten wir auch Short gehen. Ich möchte in meinem Beispiel davon ausgehen, dass ich einen Shorteinstieg in Daimler vorhabe. Wir wären also bei um die 68€ in unsere Position hineingekommen. Anfänglich läuft die Position für uns doch nach einem kurzen Rutsch dreht der Kurs der Aktie wieder und steigt bis auf fast 79€ an. Ich glaube hier wären die meistern sicherlich schon durch Stops wieder aus der Position draußen. Und aus einem schönen Einstiegssignal wurde ein deutlicher Verlust.
Doch kurz nachdem wir aus unser Position herausgeflogen sind taucht mitte November 2007 ein zweites Verkaufssignal im MACD auf und anschliessend befindet sich die Aktie in einem langen Abwärstrend, der die Aktie bis July 2008 auf fast 35€ hinunter schickt. Heute steht Daimler nochmals deutlich tiefer.
negative Divergenz
Schauen wir uns dieses zweite Signal einmal genauer an. Während der Kurs neue Höchststände erreicht, liegt das relative Hoch im MACD auf einem niedrigeren Niveau. Man spricht hier von einer negativen Divergenz. Der MACD misst das Momentum eines Wertes und deutet hierbei an, dass das Aufwärtsmomentum nachgelassen hat.
positive Divergenz
Die zweite Möglichkeit einer Divergenz ist eine positive Divergenz. Hierbei erreicht der Kurs immer neue Tiefststände, während die relativen Tiefs des MACD höhere Niveaus erreichen können. Hierbei wird angezeigt, dass das Abwärstsmomentum nachlässt.
Man kann also sein eigenes Handeslergebnis deutlich verbessern, wenn man sich nur auf die MACD Signale beschränkt, die von einer positiven oder negativen Divergenz begleitet werden. Es ist sinnvoll negativen Divergenzen nur nach einem vorrangegangenen Aufwärstrends zu nutzen und positive nach einem vorrangegangenen Abwärstrend. Je deutlicher dabei eine Divergenz zu tage tritt, desto ertragreicher wird das gehandelte Signal sein.
In dem nächsten Artikel zum MACD werde ich auf den Einsatz verschiedener MACD-Einstellungen behandeln und wie diese effektiv miteinander kombiniert werden können um bessere Signale zu erhalten.
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2 Comments on MACD Indikator – bessere Signale durch Divergenzen
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MACD Indikator - bessere Signale durch Nutzung durch unterschiedliche MACD-Kombinationen | Spekulantenblog on
Tue, 11th Nov 2008 16:04
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Tue, 18th Nov 2008 12:20
[...] 2 der MACD-Serie ging der Frage nach, den MACD durch Erkennen von Divergenzen besser [...]
[...] MACD. – Der vorliegende Teil 1 behandelt die Grundlagen des MACD-Indikator – Teil 2 geht auf das Erkennen und Ausnutzen von Divergenzen im MACD ein. – Teil 3 behandelt das Kombinieren verschiedener MACD [...]
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